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Nichts geht heute ohne Technik

Das (nicht ganz g?nstige, digitale) Diktierger?t, das ich mir vor kurzem bestellt habe, ist bei mir eingetrudelt.
Das werde ich beim Telefonieren und Vorlesen nutzen, um meine Fortschritte zu dokumentieren.
Au?erdem kann ich darauf ab jetzt praktischerweise auch alle meine Ideen unkompliziert festhalten, was ein sch?ner Nebeneffekt ist.

Es wird mir dabei helfen, mein Sprechen besser analysieren zu k?nnen und zu erfahren, wie andere Leute mein Sprechen wahrnehmen.
Ich hoffe, ich komme oft dazu, es zu benutzen - leider bin ich hier selten allein. Das ?ndert sich leider erst in ein paar Monaten.

Heute habe ich ungef?hr eine Stunde ununterbrochen mit einer Kommilitonin gesprochen und immerhin probiert vor schwierigen Lauten innezuhalten. Ich habe nicht viel gestottert, aber die Technik habe ich keinesfalls sauber und durchg?ngig angewendet. Es war mehr oder weniger Zufall, dass ich wenig gestottert habe, was mich ein wenig ?rgert.
Auch im Gespr?ch mit den anderen Leuten aus'm Studium, beim Kaufen eines Croissants und in der Drogerie heute habe ich versucht mehr Stimme und Klang in mein Sprechen zu legen und vor schwierigen Lauten innezuhalten und die korrekte Artikulationsposition einzunehmen.

Es hat nicht so oft geklappt wie ich es mir gew?nscht habe, aber es ist ein Anfang.

Ich nehme die Herausforderung an.
M?ge der Kampf beginnen.
2.2.06 00:14


Das erste Fazit

Tja, das erste Fazit ist irgendwie ern?chternd, aber ich habe auch nichts anderes erwartet - das macht es ertr?glich.
Wunder passieren eben nicht - besonders nicht in nur 14 Tagen halbherziger "Selbsttherapie".
Ich kann nicht sagen, dass sich mein Stottern verbessert oder verschlechtert hat - ich bin im Status Quo, was aber wie gesagt auch nicht verwunderlich ist.
Aber wie bei meinem geliebten Gewichtheben will man eben schneller positive Ergebnisse sehen, als es der K?rper und der Geist zulassen.
Erste wirklich gut sichtbare Erfolge beim (naturalen) Gewichtheben hat man nach etwa einem halben Jahr - ich hoffe, beim Stottern geht das etwas schneller, auch wenn ich vermutlich selbst nach zwei Jahren Intensivtraining noch nicht 100%ig fl?ssig sprechen w?rde.
Zumindest eine sp?rbare Verbesserung in allen Situationen w?re in diesem Jahr toll.

Das Wort zum Dienstag

Ich finde es wichtig, sich seine "eigene Therapie" zusammenzubauen. Bei aller Liebe zu Therapeuten (*hust*), so gut sie auch sind, sie f?hlen nicht die Verspannungen und auch nicht die seelische Last, die ich sp?re oder fast jeder andere Stotterer bzw. jede Stotterin individuell versp?rt.

Ich glaube, wirklich "heilen" k?nnen uns nur wir selbst. Unter "Heilung" verstehe ich einen Zustand, in dem einen das Stottern pers?nlich nicht mehr behindert.
Nur wir sp?ren aus erster Hand, was wir "falsch" machen, nur wir wissen ganz genau, was uns belastet und bedr?ckt.

Und genau deshalb will ich auch mein Stottern in die Hand nehmen.
Ich bin f?r meine Sprechweise verantwortlich.
Ich glaube an die Selbstbestimmung des Menschen und seines Handelns und nicht an das Schicksal, ich glaube daran, dass man sein Leben selbst bestimmen kann und sollte.
Und genau deshalb habe ich es satt, auf eine wundersame Heilung zu warten.

Ohne Flei? kein Preis.

Nun hei?t es, etwas so festgeschliffenes wie die Sprechweise, kann man kaum mehr umlernen im Erwachsenenalter.
Ich habe einmal in der 12. Klasse etwas auf den OH-Projektor geschrieben und einer Sch?lerin fiel auf, dass ich das kleine "e" zwar korrekt schreibe, aber die Art und Weise, wie ich es schrieb war unpraktisch und unlogisch. Ich habe rechts unten angesetzt anstantt in der Mitte des "Kringels".

Innerhalb von nur einem Tag habe ich mir angew?hnt, das Schreiben des "e's" korrekt auszuf?hren.
Ein Tag!
Ein einziger Tag um eine seit 10 Jahren eingepr?gte und ausgef?hrte Handlung komplett zu ?ndern.

Das kam mir neulich wieder in den Sinn.

Diese Situation ist durchaus mit meinem Sprechen vergleichbar. Ich produziere den korrekten Ton - irgendwann - aber auf eine falsche und vermutlich umst?ndliche Weise.

Mir ist klar, dass der Sprechapparat um einiges komplizierter ist, aber dennoch l?sst es mich hoffen, dass mein Gehirn relativ leicht umlernt.

Was tue ich also gerade konkret?

Ich bediene mich zum einen der Therapiemethode nach Charles van Riper
( *klick* ).
Dabei ?be ich vor allem zwei Dinge:

Die Analyse meines Sprechapparates:

Was mache ich falsch und wieso?
Wo sitzen die Verspannungen bzw. Verkrampfungen?

Die bewusste ?nderung meines Sprechens:

Wie kann ich die Verkrampfungen l?sen?
Wie muss meine "Ausgangsstellung" sein, um den Laut korrekt zu formen?
Wie bekomme ich ein lockeres und stimm- also klangvolles Sprechen hin, bei dem der Atem langsam aber stetig flie?t ohne Unterbrechung?

Was habe ich davon in den letzten zwei Wochen umgesetzt?

Wenn ich einen problematischen Laut antizipiere oder einen Block habe, schaffe ich es immer ?fter innezuhalten - anstatt den Laut mit aller Kraft rauszupressen - kurz nachzudenken, meinen Sprechapparat in die korrekte Artikulationsstellung zu bringen und dann locker und stimmhaft in das Wort einzusteigen.
Aber es f?llt mir noch sehr schwer.
Und gerade in lockerer Umgebung, also zum Beispiel in einem lockeren Gespr?ch mit meinen Eltern, gelingt mir dieses Innehalten oft nicht.
In Gespr?chen mit meinen Kommilitonen allerdings gelingt mir das erstaunlich gut. Und sie ahben eidneutig realisiert, dass diese kurzen Pausen bewusst sind.
Diese Pausen st?ren mich zwar sehr, aber im Vergelich zu einem Block sind sie wesentlich (!!!) entspannender und ertr?glicher f?r mich wie meine Zuh?rer gleicherma?en.

Ich bin mir sicher, noch nicht alles geschrieben zu haben, was ich loswerden wollte, aber die Woche hat ja gerade erst begonnen.

Ich hoffe, ihr, die Leser, findet meine Geschichte spannend und interessant.
Wenn Interesse besteht erz?hl ich auch gerne von meinen besonders pr?genden Erfahrungen und Erlebnissen in Zusammenhang mit meinem Stottern in meiner Vergangenheit.

Bei Interesse, w?re es sch?n, wenn ihr konkrete Fragen formuliert und sie in mein G?stebuch postet. Ich werde sie dann in einem zuk?nftigen Eintrag gewissenhaft beantworten.
31.1.06 21:19


Der erste Schritt

Heute mache ich ihn.
Den ersten Schritt.
Am Ende des Weges, den ich beschreiten will, steht die Erf?llung meines gr??ten Wunsches.
Der Weg ist lang und schlecht begehbar - er ist sehr steinig und es gibt kaum Stellen, an denen man sich erholen kann - und ich begehe ihn Barfu?, weil ich mir keine passenden Schuhe leisten kann. Es wird schmerzhaft werden.
Doch ich werde k?mpfen, mich - Notfalls auf allen Vieren - so nah wie nur irgendwie m?glich an mein Ziel zerren.
So nah wie m?glich an die Erf?llung meines gr??ten Wunsches.
Ich werde k?mpfen bis er in Erf?llung geht.

Mein Wunsch, frei zu sein.
14.1.06 19:08





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